Barrancabermeja und Magdalena Medio Region

Barrancabermeja und Magdalena Medio Region

Barrancabermeja ist eine Stadt mit ungefĂ€hr 300 000 Einwohnern und der Sitz der staatseigenen Ölraffinerie, die gleichzeitig die grĂ¶ĂŸte Raffinerie Kolumbiens ist. Die Öl- und Viehwirtschaft sind die grĂ¶ĂŸten Wirtschaftszweige der Stadt. Barrancabermeja hat einen bedeutenden Hafen am Fluss Magdalena und liegt einige hundert Kilometer entfernt von der MĂŒndung in der karibischen See. Gleichzeitig ist Barrancabermeja die inoffizielle Hauptstadt der Magdalena Medio Region. Barrancabermeja wurde 2000 mit er UnterstĂŒtzung von lokalen Sicherheitstruppen von ParamilitĂ€rs besetzt, nachdem große Teile der Stadt lange von Rebellen kontrolliert wurden. Die ParamilitĂ€rs drangen in die Stadt ein, begingen Massaker, Lynchjustiz und vertrieben viele Zivilisten. Neue und verĂ€nderte paramilitĂ€rische Gruppen gehen, trotz der „offiziellen“ Entwaffnung durch das 2005 von PrĂ€sident Alvaro Uribe erlassene Gesetz zur Herstellung von Frieden und Gerechtigkeit, mit der selben Taktik gegen ihre Gegner vor um sie ruhig zu stellen. (Mehr Informationen ĂŒber das Friedensgesetz kann man im Amnesty International Report ĂŒber Kolumbien nachlesen (englisch): Das Gesetz garantiert Straffreiheit fĂŒr VerstĂ¶ĂŸe gegen geltende Menschenrechte.)


Der Name der Magdalena Medio Region kommt vom Magdalena Fluss und bezieht sich auf die Gebiete, einschließlich der Flussniederungen und Bergketten auf beiden Seiten, am Mittellauf des Flusses. Die Gegend ist reich an BodenschĂ€tzen, sehr fruchtbaren Böden, großen Rinderfarmen, Palmenplantagen, Öl- und Gasfeldern sowie Goldminen in SĂŒdbolivar. Ebenso wird in verschiedenen Gegenden der Region Kokaanbau betrieben. Aus den Kokapflanzen wird Kokapaste produziert die dann in Drogenlabors zu Kokain weiterverarbeitet wird. Einige kleinere lĂ€ndliche Gemeinden mussten im Kampf um die Vorherrschaft zwischen Guerilla, MilitĂ€r und ParamilitĂ€r  mehr leiden als Barrancabermeja. Anstatt direkt gegen die Guerilla vorzugehen war es eine ĂŒbliche Taktik des MilitĂ€rs und der ParamilitĂ€rs durch die Vertreibung der Zivilbevölkerung, der Guerilla ihre UnterstĂŒtzungsgrundlage zu entziehen
(Mehr Informationen ĂŒber das Vorgehen der ParamilitĂ€rs in der Barrancabermeja und Magdalena Region kann man(auf englisch) im Bericht des Zentrum fĂŒr International Policy nachlesen: The New Masters of Barranca.)